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Steinkauz

Hand aufs Herz - Projekt zum Schutz des 'grünen Herzens' in Kappeln

Worum geht es bei der Aktion "Hand aufs Herz", die von Eva Heimsoth und Malte Dallmeyer ins Leben gerufen wurde, und warum unterstützt die IGU diese Aktion?

Auslöser ist ein Bauprojekt mit Eigentumswohnungen im Kleingartengelände an der Reeperbahn. Dieses potentiell zu bebauende Gelände ist von alten Bäumen bestanden und ist, da es für längere Zeit nicht intensiv als Kleingarten genutzt wurde, zu einem Refugium bedrohter Tiere geworden, z.B. dem unter strengem Naturschutz stehenden Steinkauz. Der Bebauungsplan ist offenbar rechtskräftig. Ein Baumfällkommando hat inzwischen begonnen, vollendete Tatsachen zu schaffen und einen Teil der Bäume gefällt.

In der Vergangenheit haben Stadtvertretungen zusammen mit Fachbüros ( BIG-Städtebau und Büro für Landschaftsplanung Maasheimer) und der IGU Pläne für die Stadtsanierung, Stadtentwicklung und Landschaftsentwicklung erarbeitet und verabschiedet. Es sind sehr viel Geld, Fachwissen und Arbeit in diese Pläne investiert worden. Die damals ausgewiesenen potentiellen Baugebiete sind bis heute nur zu einem kleinen Teil verbraucht.

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In diesen Plänen ist die gesamte Grünzone, die damals noch direkt vom Rathaus bis zur Wassermühlenstraße und zum Wassermühlenholz reichte, als Naherholungsgebiet ausgewiesen. Innerhalb dieses Gebiets befinden sich die letzten Parzellen der historisch bedeutsamen ersten Kleingartenanlagen in Deutschland von 1814. Einige dieser Urparzellen (Kirchenland) sollen jetzt dem Bau zum Opfer fallen.

Die IGU findet es bedauerlich, dass die Stadt sich nicht an die alten Zukunftsplanungen hält, sondern offensichtlich mehr den Wünschen einzelner Investoren folgt. So sind Teile der damals geplanten Erholungszone bereits dem Spielgelände hinter dem Rathaus, der Seniorenwohnanlage und dem Parkplatz Scheunenfeld zum Opfer gefallen. Nun würden die geplanten Eigentumswohnungen erneut ein Stück herausschneiden. Wir begrüßen es, dass Kappelner Bürger sich für das "grüne Herz" unserer Stadt einsetzen. Von höchster Stelle wird ermuntert, sich in öffentlichen Angelegenheiten zu engagieren. Die Aktion "Hand aufs Herz" tut genau das - mit guten Argumenten für die Natur und die Stadtgeschichte eine stadtnahe Erholungsmöglichkeit für die Bürger. Deshalb wird die IGU sie auch weiterhin nach Kräften unterstützen.

Dieter Rackow, 1. Vors. Der IGU

Homepage der Initiative "Hand aufs Herz"







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